Definition
Der Machine Spirit ist der lokalisierte Wille oder Animus, der jeder hinreichend komplexen, arbeitenden Vorrichtung innewohnt. Die Doktrin hält fest, daß Komplexität die Vorbedingung des Geistes ist: ein Hammer hat keinen, eine Kurzlauf-Pistole vielleicht ein schwaches Glimmen, ein Land Raider einen starken und launischen, ein Titan einen Willen so beträchtlich, daß sein Name auf den Musterrollen erscheint.
Praxis
Die rechte Beziehung zu einem Machine Spirit ist eine des Versöhnens und Dienens. Praktische Anzeichen:
- Eine Vorrichtung, die wiederholt versagt, wird als erzürnt behandelt — der Priester führt eine Litanei der Beschwichtigung durch, trägt geweihte Salben auf und segnet von neuem.
- Eine Vorrichtung, die ihre Spezifikation übertrifft, wird als gnädig behandelt — der Priester verzeichnet den Augenblick und kopiert ihre Betriebsumstände für künftige Anrufung.
- Eine Vorrichtung, die lange gedient hat, wird als ahnenhaft behandelt — ihr eventueller Ruhestand ist ein zeremonieller Akt, mit Bergung und Übertragung von Untersystemen in Nachfolger, damit die Linie fortbesteht.
Doktrinäre Ladung
Kritiker der Doktrin — solche gibt es selbst innerhalb des Cult — weisen darauf hin, daß der Machine Spirit eine absurde metaphysische Behauptung über gewöhnliche Ingenieurskunst aufstellt. Die Hauptantwort lautet, daß die Doktrin operationell richtig ist: Priester, die Maschinen behandeln, als hätten sie Geister, warten sie besser als Priester, die es nicht tun. Ob der Geist im metaphysischen Sinne existiert, ist nach Mechanicum-Maß eine dem Omnissiah vorbehaltene Frage.
Querverweise
- Omnissiah
- Motive Force
- The Sixteen Universal Laws · Gesetz 15: Ritual ehrt den Machine Spirit.